Nun, für den Moment mag sich das positiv auf die leer gewirtschaftete Stadtkasse auswirken. Wenn man alle Grundstücke selber verkauft hätte, wäre der Erlös aber sicher höher gewesen.Wenn ich dann die Wahlkampfversprechen der SPD und CDU höre, die bezahlbaren Wohnraum ja für so wichtig halten….ist das ähnlich glaubhaft, wie deren Einsatz für Klima- und Umweltschutz.

Wenn man wirklich „nah dabei“ ist, sollte klar sein, dass ein Investor nun mal in erster Linie Gewinn erwirtschaften muss. Dieser plant also nun 6 EFH, 56 Doppelhaushälften, 66 Reihenhäuser und 82 ETW..alles auf 7 Hektar. Dicht besiedelt, eng bebaut und nicht gerade günstig, ist alles andere als attraktiv. Jetzt schon absehbar, das die gesetzlich vorgeschriebenen Freiflächen für Kinder und Jugendliche hinten rüber fallen. Die Argumentation der Stadt, bzw. ihrer Tochtergesellschaft SES nicht selber zu vermarkten, da es an Personal mangelt…….ja, völlig überraschend… ausserdem gibt es Möglichkeiten der Vermarktung ohne eigenes Personal und ohne gleich an einen Investor abzutreten.

Schade, bezahlbarer Wohnraum, Stadtbild und Mehreinnahmen kippen mal wieder zu Lasten der Selmer Bürger hinten rüber.

Am 13.09.2020 sind Wahlen. Bezahlbarer Wohnraum für ALLE ist ein zu wichtiges Bedürfnis, als dieses als hohle Wahlkampfphrase vor sich her zu posaunen, sich im Handeln, ähnlich wie beim Umweltschutz, aber selbst als Gegner zu überführen.

Ortsverband Selm
Familien-Partei Deutschlands FAMILIE

https://www.ruhrnachrichten.de/selm/wohnen-am-auenpark-wird-teuer-stadt-steht-fuer-verkauf-in-der-kritik-plus-1549732.html